|
[Inulin-Clearance] [Kreatininbestimmung] [Krea-Clearance] [eGFR (MDRD)] [eGFR (Cystatin-C)]
Der Kreatininwert wird im Blut (Serum) des Patienten
ermittelt und gehört zu den wichtigen Laborbestimmungen. Kreatinin ist ein
Abbauprodukt von Kreatin und dient als Energiespeicher im Muskel. Der
Kreatininspiegel im Blut sind daher auch abhängig von der Muskelmasse des
Patienten.
Frauen und Männer haben unterschiedliche Energiereserven
im Muskel. Kreatinin wird nahezu vollständig über die Nierenkörperchen (Glomeruli)
in den Harn abgepresst (filtriert).
Bei eingeschränkter Nierenfunktion können die Glomeruli
das Kreatinin nicht mehr ausreichend filtrieren, mit der Folge, dass es
sich im Blut ansammelt.
Die Normwerte für Kreatinin im Serum sind von der
Methode abhängig (z.B. 0.5-1.0 mg/dl für Frauen; 0.5-1.2 mg/dl für
Männer).
Die GFR kann nicht direkt gemessen werden.
In einer Untersuchung an 1628 Patienten mit chronischer
Nierenerkrankung überschätzte die Serumkreatininbestimmung die
tatsächliche Nierenfunktion im Mittel um über 30% (Ann Intern.Med 1999),
Die Beziehung zwischen Serumkreatinin und GFR verläuft nicht linear Es
gibt einen „Kreatinin-blinden Bereich“ Einzelne Patienten können sogar bei
Serum Kreatininwerten von <1,5mg/dl eine stark eingeschränkte
Nierenfunktion <30ml/min aufweisen.
|